Friedrich-List-Schule / Frankfurt a. M.

Fördern und Fordern

„Die Schule ist so zu gestalten, dass jede Schülerin und jeder Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Ausgangslage in der körperlichen, sozialen und emotionalen sowie kognitiven Entwicklung angemessen gefördert wird.“ ( HSchG §3 Abs. 6)

In der Friedrich-List-Schule geschieht diese Förderung auf verschiedenen Wegen. Zum einen gibt es differenzierte Lernangebote innerhalb des Regelunterrichtes, zum anderen sind zusätzliche Förder- bzw. Forderangebote eingerichtet, die dem individuellen Bedarf der jeweiligen Schüler angepasst sind.

Fördern...

Der Förderunterricht wird für all jene Schülerinnen und Schüler angeboten, die in den Kernfächern zusätzlicher Hilfe oder weiterer Anregungen bedürfen. Dieser Unterricht wird in der Regel klassenbezogen erteilt und liegt in der Hand der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers. Hier stehen Lernangebote für Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben oder beim Rechnen im Vordergrund. Ein Großteil dieses Angebotes bezieht sich auch auf den Bereich Deutsch als Zweitsprache. Es ist unser Ziel Schülerinnen und Schülern, deren Sprache nicht deutsch ist, durch besondere Angebote so zu fördern, dass sie ihrer Eignung entsprechend zusammen mit Schülerinnen und Schülern deutscher Sprache unterrichtet und zu den gleichen Abschlüssen geführt werden können.

...und Fordern

Die Friedrich-List-Schule hat im Rahmen ihrer räumlichen, sächlichen und personellen Möglichkeiten verschiedene Maßnahmen zur Förderung hochbegabter Kinder durchgeführt. Seit Jahren beschäftigt sich die Schule mit der Förderung hochbegabter Schüler. Seit dem Schuljahr 2002/2003 nimmt die Schule am Modellschulprojekt „Hochbegabtenförderung an Grundschulen“ des Hessischen Kultusministeriums teil. Seit dem Schuljahr 2004/2005 trägt sie das „Gütesiegel für Schulen, die hochbegabte Schüler und Schülerinnen besonders fördern“ des HKM. Dieses ermöglichte eine Ausweitung der Förderangebote (auch mit schulexternen Kräften), die Anschaffung von zusätzlichen Unterrichtsmaterialien und eine Intensivierung der Fortbildung des Kollegiums. Die Schule hat Erfahrung u.a. mit der frühzeitigen Einschulung, dem Überspringen von Klassen und der Förderung durch innere und äußere Differenzierungsmaßnahmen. Über die Art und Weise der Förderung wird individuell und unter besondere Berücksichtigung der Art und Umfang der Hochbegabung, soziale und emotionale Kompetenz und Alter des Kindes auf der Grundlage des schuleigenen Förderkonzeptes entschieden. Die Schule bietet AG‘s (z.Zt. Chor, Schach AG), der Förderverein bietet außerdem zusätzliche Angebote (z.B. Instrumentalunterricht, Ferienwerkstätten) an, die auch für Hochbegabte interessante Freizeitangebote darstellen. Es findet ein reger Austausch mit interessierten Grundschulen and weiterführenden Schulen auf Schulamtsebene statt.

Außerdem bietet die Schule in jeder Jahrgangsstufe eine so genannte Forderstunde an. An diesem Unterricht nehmen jeweils hochbegabte, aber auch besonders motivierte und interessierte Schüler und Schülerinnen teil. Dies hat sich aus verschiedenen Gründen als äußert günstig erwiesen (Hochbegabte erfahren die Strategien und die Motivation der interessierten Schüler, die besondere Kleingruppe erleichtert problembehafteten Hochbegabten die Integration, es entsteht eine größere Akzeptanz der Maßnahme in der Eltern- und Lehrerschaft). Bisher finden alle Forderstunden am Schulvormittag statt und werden von Lehrkräften der Schule oder von externen Personen gehalten.

Mit einer Bandbreite der möglichen Fördermaßnahmen, der Akzeptanz des hochbegabten Kindes und der durch besondere Fortbildungsmaßnahmen geförderte Kompetenz und Sensibilität der Lehrkräfte für das Thema soll das Phänomen des Underachievement bereits an der Entstehung gehindert werden.